Punktlandung – Rennbericht Td’E 2018

Die Td'E muss man einfach mögen

Das Rennen in Göttingen liegt mir nicht. Die erste Rennhälfte geht gefühlt nur bergauf. Hier wird bereits ordentlich selektiert. Wer eine Top-Platzierung einfahren will, der muss sich ab dem Hohen Hagen möglichst in der Führungsgruppe oder den direkten Verfolgern wiederfinden. Sicher kein Vorteil für die Fahrer in meiner Gewichtsklasse. Erst ab dem Dach der Tour, dem Hohen Hagen, finde ich meinen Spaß an dem Rennen. Auf dem Weg zum Hohen Hagen sind jedoch gute 2,5 Kilometer mit einer durschnittlichen Steigung von ca. 7% zu bewältigen. Trotz dieser Voraussetzungen mag ich das Rennen. Sehr gut organisiert und ein super Publikum!  

Wie gewonnen, so zerronnen

Im Startblock finde ich mich neben Ex-Profi Dirk Müller (u.a. deutscher Meister im Straßenrennen 2006) vom Radroo-Team wieder. Direkt eine Ansage mit welcher Leistungsklasse man es hier zu tun hat.
Dirk Müller (Radroo Team) - Deutscher Meister 2006
Aus Startblock A heraus ging es direkt mit hohem Tempo in die neutralisierte Rennphase. Bereits zur Zeitnahme am Rossdorfer Kreisel hatte sich eine Führungsgruppe gebildet. Ich leider hinten dran. Mein Plan war es bis Dransfeld den Anschluss zu dieser Gruppe zu halten. Somit noch mehr Druck auf das Pedal. Auf Hilfe konnte ich nicht hoffen. Also Augen zu und durch. Tatsächlich hatte ich die Führungsgruppe bis Mengershausen eingeholt. Allerdings ging es nun rechts ab, direkt in den ersten Anstieg. Blöder Zeitpunkt, hatte ich mich doch gerade erst verausgabt um den Anschluss zu finden. Keine Zeit neue Kräfte zu tanken und noch ein paar Kohlen mehr aufs Feuer. Der Krafteinsatz war nun leider enorm und nach 500 Metern habe ich mich entschlossen das Tempo zu reduzieren. Zu groß die Angst vor einem Einbruch am Hohen Hagen. Also Kette wieder nach links und abreißen lassen. Mein Rennen ist damit im Prinzip gelaufen. Was also machen? Ich entschließe mich möglichst konstant meine Leistung zu treten und fahre fortan auch ganz gut damit. Auf den Abfahrten nach Dransfeld und Jühnde mach ich auch wieder etwas Zeit gut.
Abfahrt nach Dransfeld

Der ewige Kampf gegen den Wind

Ab Jühnde schließe ich zu einer ca. 20 Fahrer großen Gruppe auf. Davor leider niemand in Sicht. Der Wind kommt - wie zu erwarten - von vorne. Die letzten Jahre bin ich in solchen Situationen durchgefahren. Heute wollte ich mal etwas anderes probieren und entschließe mich die Gruppe zu halten. Vielleicht ein Fehler. Die Beteiligung in der Führungsarbeit lässt zu wünschen übrig. Münsterlandgiro 2017 lässt grüßen. So richtig harmonisch verlaufen die Führungswechsel auch nicht. Ich versuche daher möglichst viel Führungsarbeit selber zu leisten. Die letzten Watt's kitzel ich dabei nicht raus. So eine Gruppe entwickelt nämlich 1.000 Meter vor dem ziel eine seltsame Dynamik. Dankbarkeit ist in dieser Phase ein Fremdwort. Wer jetzt keine Kraft mehr hat, der bekommt auf der Zielgeraden eine schöne Packung und findet sich auf einmal am Ende der Gruppe wieder. Gute 20 Kilometer für die Gruppe aufreiben und dann auch noch den Vortritt im Ziel lassen? Das passiert mir in der Regel nicht. Auch heute kann ich den Sprint mitgehen und schaffe es immerhin als zweiter aus der Gruppe über die Ziellinie. Meine Zeilzeit? Mit 1:18:18 ein persönlicher Rekord und damit unter meinen angepeilten 1:20:00. Die gute Platzierung aus dem Vorjahr kann ich leider trotzdem nicht wiederholen. Am Ende springt in der Gesamtwertung nur der 200. Platz (AK 57) heraus. Magere 1,2 Sekunden trennen mich von Platz 201. Ab Platz 201 gibt es im Gesamtklassement des GCC 15 Mitmachpunkte, für mich jedoch die letzten 66 Punkte aus dem großen Topf. Eine Punklandung eben...

„Bengel“ rides Sourland (Sauerland)

Patrick „Bengel“ Rasche nimmt das schöne Sauerland unter die Stollen.

Ebenfalls nicht verpassen, sein neuster Trip: OUTLAW DIARIES III

„Wann auch immer ne Aufgabe kam, die sich um das Leben gedreht hat, hab ich immer überlegt, so wie krieg ich dat hin, dass ich die ganze Zeit soviel wie möglich Fahrrad fahren kann?“ – Patrick Rasche

… sympathisch der „Bengel“ 😀

Racing im Oktober

Die Tage werden kürzer, Temperaturen und Blätter fallen. Die Saison neigt sich dem Ende zu. Hier die letzten Ergebnisse aus dem Jahr 2017.

Langenberg MTB Marathon

Dilli und Stefan Schmale waren am 01.Oktober beim Langenberg Marathon am Start. Zusammen mit über 180 weiteren Fahrern absolvierte man die 36 km Strecke.

Mit einer Zeit von 02:02:05 fuhr Stefan auf den 41. Platz in der Gesamtwertung. In der Altersklasse Senioren 1 sprang somit ein guter 12. Platz heraus. Dilli folgte in 02:17:48 auf Platz 85 der Gesamtwertung (28. AK sen1m).

Münsterlandgiro

Beim Finale des German Cycling Cup (GCC) fuhr Thomas Guthardt den „Cup der Sparkasse Münsterland Ost“. Thomas durfte durch sein Ergebnis in Göttingen wieder im Block A starten und wollte das Rennen als Vorbereitung für 2018 nutzen. Leider reihte er sich zu spät in den Startblock ein und verpasste die Spitzengruppe bereits direkt nach dem Start. In der Gruppe der Verfolger wurde über die Strecke von 65 km eher ein gemäßigtes Tempo angeschlagen. Zusammen mit einer Hand voll anderen Fahrern hat Thomas immer wieder versucht die Geschwindigkeit hoch zu halten. Dies wurde jedoch vom Rest des Feldes nicht erwidert. Ausreißversuche wurden jedoch direkt gekontert… Fortan hat sich Thomas also auf den Zielsprint konzentriert. Diesen konnte er dann auch souverän gewinnen.

Thomas gewinnt Sprint der Verfolger

In 01:42:07 fuhr Thomas mit einem Schnitt von 38,2 km/h auf Platz 105 von 936 (AK Master 1 = 17 von 166). Dies ist auch gleichzeitig sein bestes Ergebnis in einem Rennen des GCC’s.

Ein Video vom Zieleinlauf gibt es in der ARD-Mediathek. Thomas läuft circa bei Minute 7:15 in das Ziel ein.

ARD-Mediathek